Fliegen vertreiben im Haus: was im Herbst wirkt

Fliegen vertreiben Sie im Herbst am zuverlässigsten, wenn Sie drei Dinge zusammen tun: Öffnungen an Fenstern und Türen schließen, Gerüche aus Biomüll und offenen Lebensmitteln beseitigen und die Fliegen, die schon im Haus sind, mit Klebestreifen am Fenster, Fliegenklatsche oder Staubsauger einsammeln. Sprays und Duftmittel helfen dabei wenig. Im Oktober kommen zwei Gruppen ins Haus: die Stubenfliege, die Wärme und Futter sucht, und größere, träge Fliegen, die in Rollladenkästen, auf dem Dachboden und in Fensterrahmen überwintern wollen. Beide verschwinden nur, wenn Sie den Zugang erschweren und ihnen keinen Grund zum Bleiben geben.

Warum im Herbst so viele Fliegen ins Haus kommen

Die Große Stubenfliege (Musca domestica) kommt nach Angaben des Umweltbundesamts zu Fliegen im Haushalt das ganze Jahr über vor. Ein Weibchen legt 600 bis 2.000 Eier und in einer Saison folgen acht bis zehn Generationen aufeinander. Am Ende des Sommers ist die Zahl der Tiere entsprechend groß. Sinken die Temperaturen draußen, zieht es sie in warme Räume, in denen es nach Essen riecht. Besonders Küche, Wintergarten und sonnige Zimmer sind dann beliebt.

Daneben tauchen im Herbst Fliegen auf, die mit der Küche wenig zu tun haben. Gemeint sind die sogenannten Clusterfliegen der Gattung Pollenia. Sie sind etwas größer als die Stubenfliege, grau mit dunkler Zeichnung und tragen goldgelbe Härchen auf dem Brustabschnitt. Nach einer Übersicht der Penn State University zu Clusterfliegen sammeln sich die Tiere im Herbst an den Sonnenseiten von Gebäuden und kriechen dann durch Ritzen in Wandhohlräume und auf den Dachboden. Dort verbringen sie den Winter, vermehren sich aber nicht im Haus. An warmen Wintertagen werden sie munter, krabbeln aus ihren Verstecken und sitzen plötzlich in großer Zahl am Fenster.

Welche Fliege haben Sie im Haus?

Merkmal Stubenfliege Clusterfliege Fruchtfliege
Größe 6 bis 8 mm etwas größer, plumper 2 bis 3 mm
Aussehen grau, vier dunkle Längsstreifen auf dem Rücken grau, goldgelbe Härchen hellbraun, oft rote Augen
Typischer Ort Küche, Mülleimer, Essplatz Fenster, Dachboden, Rollladenkasten Obstschale, Biomüll
Was sie anzieht Gerüche, offene Lebensmittel geschützte Winterquartiere gärendes Obst

Sehr kleine Fliegen gehören meist in eine andere Kategorie. Wie Sie Fruchtfliegen loswerden, hängt an Obstschale und Biomüll, während Abflussfliegen im Belag von Siphon und Duschablauf brüten.

Fliegen vertreiben: die wirksamen Schritte

Gegen Fliegen gibt es kein einzelnes Mittel, das alles erledigt. Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit einer Kombination aus Aussperren, Aufräumen und Einsammeln.

1. Zugänge schließen

Fliegengazen halten die Tiere laut Umweltbundesamt zuverlässig aus Gebäuden heraus. Im Herbst lohnt der Blick auf Stellen, die im Sommer niemand beachtet: undichte Rollladenkästen, Spalten an Fensterrahmen, Lüftungsöffnungen im Bad und die Dachbodenluke. Ein Insektenschutz am Fenster bleibt deshalb bis zum ersten Frost sinnvoll, weil gerade an milden Oktobertagen viel gelüftet wird. Gegen Clusterfliegen hilft vor allem das Abdichten von Ritzen an Fenstern, Türen, Rohrdurchführungen und Dachanschlüssen, bevor sich die Tiere an der Hauswand sammeln.

2. Gerüche beseitigen

Stubenfliegen folgen ihrer Nase. Das Umweltbundesamt rät, Abfallbehälter und Biotonnen regelmäßig zu leeren, Lebensmittel gut verschlossen und möglichst kühl zu lagern und den Kompost in einiger Entfernung vom Haus anzulegen. Im Alltag heißt das:

  • Biomüll: täglich leeren, den Eimer mit Deckel verschließen und gelegentlich auswaschen
  • Essensreste: Teller, Pfannen und Katzennapf nicht stehen lassen
  • Obst und Brot: in Dosen oder im Kühlschrank aufbewahren
  • Getränke: offene Saft- und Weinflaschen verschließen, Gläser ausspülen
  • Mülltonne draußen: Deckel geschlossen halten und nicht direkt unter das Küchenfenster stellen

3. Fliegen im Haus einsammeln

Für die Tiere, die schon drinnen sind, reichen einfache Mittel. Fliegenklatsche und Leimfallen nennt das Umweltbundesamt ausdrücklich. Bei vielen Fliegen in Wohnräumen empfiehlt es Klebefallen, die frei hängen oder als Sticker am Fenster kleben, und zwar bevorzugt biozidfreie. Fenster-Sticker passen gut zum Herbst, weil Fliegen tagsüber zum Licht streben und an der Scheibe landen. Clusterfliegen saugen Sie am besten mit dem Staubsauger ab. Zerdrückte Tiere hinterlassen Flecken an Scheibe und Rahmen.

Wer im Herbst gegen Fliegen in der Wohnung vorgehen möchte, kommt mit transparenten Klebestreifen für die Fensterscheibe und einem Fliegengitter zum Selbstzuschneiden gut aus:

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Kleben Sie die Streifen in eine untere Ecke der Scheibe, damit sie beim Lüften nicht stören. Beim Fensterputzen bleiben Sticker mit Biozid laut Umweltbundesamt an Ort und Stelle, damit keine Wirkstoffe über das Putzwasser in die Kläranlage gelangen.

Was gegen Fliegen wenig bringt

Insektensprays töten nur die Fliegen, die gerade getroffen werden, und belasten die Raumluft. Neue Tiere kommen trotzdem nach, solange Fenster offen stehen und Gerüche locken. Bei Clusterfliegen in Wandhohlräumen oder auf dem Dachboden bringen Sprays und Vernebler nach Einschätzung der Penn State University ebenfalls nichts, weil die Fliegen tief in Ritzen sitzen. Duftöle wie Lavendel oder Nelke mögen Fliegen nicht besonders, verlässlich vertreiben lassen sie sich damit aber nicht. UV-Lampen mit Klebefläche fangen einzelne Tiere, ersetzen das Abdichten aber nicht.

Sind Fliegen im Haus gefährlich?

Stubenfliegen sind vor allem lästig. Das Umweltbundesamt weist aber darauf hin, dass sie Arbeitsflächen und Lebensmittel mit Speichel und Kot verunreinigen und Krankheitserreger übertragen können, zum Beispiel für Magen-Darm-Erkrankungen. Lebensmittel abdecken und Arbeitsflächen sauber halten ist deshalb mehr als Ordnungsliebe. Stechen oder beißen können Stubenfliegen nicht. Beißt eine Fliege im Haus, die wie eine Stubenfliege aussieht, handelt es sich meist um die Gemeine Stechfliege, die zu den beißenden Fliegen zählt. Clusterfliegen gelten als harmlos. Sie beschädigen das Haus nicht und hinterlassen höchstens kleine Kotflecken an Scheiben und Wänden.

Vorbeugen für das nächste Jahr

  • Im Spätsommer abdichten: Ritzen an Fensterrahmen, Rollladenkästen und Dachanschlüssen schließen, bevor sich die Clusterfliegen im September und Oktober an der Hauswand sammeln.
  • Fliegengitter: frühzeitig montieren und erst nach dem ersten Frost abnehmen.
  • Biotonne: in den Schatten stellen, den Deckel geschlossen halten und im Sommer öfter reinigen.
  • Kompost auf Abstand: nicht direkt neben Terrasse oder Küchenfenster anlegen.
  • Dachboden kontrollieren: Sammeln sich dort jedes Jahr Fliegen, lohnt der Weg zum Dachdecker oder Schädlingsbekämpfer, der die Einflugstellen findet.

Häufige Fragen zum Fliegen vertreiben

Warum sitzen im Herbst so viele Fliegen am Fenster?

Meist sind es Clusterfliegen, die im Haus überwintern wollen. An sonnigen Tagen werden sie aktiv und fliegen zum Licht. Absaugen und Ritzen abdichten hilft am besten.

Was hilft sofort gegen Fliegen in der Wohnung?

Fenster schließen, Biomüll und Essensreste entfernen und die vorhandenen Fliegen mit Fliegenklatsche, Staubsauger oder Klebestreifen am Fenster einsammeln.

Welche Gerüche mögen Fliegen nicht?

Lavendel, Nelke oder Minze werden oft genannt. Ein spürbarer Effekt ist im Haushalt aber gering. Wichtiger ist, die Gerüche zu beseitigen, die Fliegen anlocken.

Überwintern Stubenfliegen in der Wohnung?

Stubenfliegen kommen laut Umweltbundesamt ganzjährig vor und finden in warmen Wohnungen auch im Winter Futter. Wer Lebensmittel abdeckt und Müll regelmäßig leert, hat aber selten mehr als einzelne Tiere.

Wann brauche ich einen Schädlingsbekämpfer?

Wenn trotz Abdichten und Sauberkeit immer wieder viele Fliegen auftauchen, etwa aus einer unbekannten Brutstelle oder aus Hohlräumen im Dach. Ein Fachbetrieb findet die Quelle und die Einflugstellen.

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Maria Lengemann

Maria Lengemann

Maria Lengemann ist freie Texterin und Ghostwriterin mit über 17 Jahren Erfahrung im digitalen Marketing und Content-Bereich. Sie schreibt Ratgeber, Blogartikel und Webtexte für Unternehmen, die informieren statt blenden wollen. Als Mitgründerin der Diginauten GmbH begleitet sie außerdem kleine und mittelständische Betriebe bei Content-Strategie und Online-Sichtbarkeit.