Warum jucken Mückenstiche?

Wer kennt das nicht. Sommer, Sonne, Sonnenschein und die netten Mücken von Nebenan. Kaum vor der Tür, so gibt’s auch schon den ersten Mückenstich und natürlich lässt auch der Juckreiz nicht lange auf sich warten. Doch warum jucken Mückenstiche eigentlich?  Unser Ratgeber klärt auf.

Und los geht das Jucken …

Juckreiz MückenstichSchon ein paar Minuten nach dem Stich einer Mücke geht der allseits bekannte Juckreiz los. Dabei kribbelt die Einstichstelle nicht nur, spannt und juckt, sondern schwillt auch häufig an. Bei einigen Menschen entwickelt sich ein harmloser Mückenstich auch ohne Kratzen manchmal zu einer großen roten Schwellung oder gar zu einer Entzündung. Im schlimmsten Fall kann es auch zu einer allergischen Reaktion kommen, was ebenfalls mehr als unangenehm ist. Doch warum rebelliert unser Körper dermaßen, wenn sich eine weibliche Stechmücke bei uns bedient? Die vielen negativen Reaktionen werden von unserem Immunsystem ausgelöst. Durch den Stich werden körperfremde Proteine in unseren Kreislauf gebracht, woraufhin unser Immunsystem schlichtweg Alarm schlägt.

Damit sich die Mücke in aller Seelenruhe bedienen kann, injiziert sie ein Speichelsekret in die Haut. Mit diesem Sekret wird verhindert, dass das Blut gerinnt. Durch dieses Sekret der Mücke werden allerdings in nur wenigen Minuten Histamine freigesetzt, durch die es zum Juckreiz, aber auch zur Rötung und Schwellung kommt.

„Der menschliche Körper bekämpft die fremden Proteine, die aus dem Speichel der Tiere stammen. So entsteht eine Art allergische Reaktion, die manchmal auch eine kleine Entzündung verursachen kann.“, so Julia Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Hat eine Mücke erst einmal gestochen, so ist entweder der passende Stich-Heiler (19,99 €, Amazon) zur Hand, oder aber Sie greifen direkt zur Kühlung. In jedem Fall sollten Sie vermeiden, am Mückenstich zu kratzen. Durch den Juckreiz fällt das natürlich extrem schwer und besonders Kinder können es häufig nicht lassen, sich am Mückenstich zu jucken. Dadurch kommt es allerdings häufig dazu, dass sich die Stichstelle entzündet, weiter anschwillt und im Endeffekt noch stärker juckt als vorher.

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Wer wird gestochen?

Nicht nur die Frage, warum jucken Mückenstiche ist ein Thema, was uns sicherlich schon oft beschäftigt hat. Zumindest wir haben uns früher oft gefragt, warum es gefühlt immer uns trifft und nie die anderen, wenn sich die Mücken ihre Ziele aussuchen. Der Hintergrund: Mücken fühlen sich von Personen, die mehr Wärme abgeben, angezogen. Generell kommt es bei Frauen daher häufiger zu einem Mückenstich als bei Männern. Kinder wiederum haben ebenfalls in der Regel eine höhere Hauttemperatur und sind daher ebenfalls sehr beliebte Mückenopfer.

Wissenschaftler schätzen etwa 20 Prozent der Menschen als „Mückenmagnet“ ein. Das bedeutet, dass die restlichen 80 Prozent in den meisten Fällen verschont bleiben. Ob eine Mücke sticht oder nicht, hängt oftmals nicht nur mit der Körperwärme zusammen, sondern auch mit den Genen, dem Stoffwechsel und vielen weiteren Faktoren.

Die Behauptung, dass beispielsweise Schweiß Mücken anzieht, ist zwar zudem weit verbreitet, allerdings nicht ganz richtig. Es gibt in der Tat Mückenarten, die von verschiedenen Gerüchen angezogen werden, allerdings kann das je nach Mückenart mal Ammoniak oder auch Milchsäure sein. So unterschiedlich Mücken auch sind, genauso unterschiedlich sind auch ihre Vorlieben, was ihre potenziellen Stichopfer angeht.

Woher kommt das Jucken von Mückenstichen?

Machen wir einen Abstecher in den Bereich der Wissenschaft. Warum jucken Mückenstiche überhaupt und was passiert im Detail, wenn sich eine Mücke bzw. generell ein Insekt am menschlichen Körper „vergreift“. Sticht oder beißt ein Insekt, so können die meisten Menschen diesen Stich/Biss spüren, viele andere spüren wiederum nichts. In der Regel stechen Mücken häufig dann, wenn man sowieso sehr abgelenkt ist und den Stich daher gar nicht wahrnimmt.

Der Stich einer Mücke ist notwendig, damit die Insekten überhaupt an das Blut gelangen. Gespritzt wird hierfür erst einmal ein Sekret (welches aus körperfremden Proteinen besteht). Dieses Sekret, welches örtlich betäubend und gerinnungshemmend ist, führt zu der Haut-Reaktion, die die meisten Menschen plagt.

Körperliche Reaktionen auf einen Mückenstich: Rötungen, Juckreiz, Quaddeln/Nesseln, unter Umständen Enzündung

Der Stich der Mücke setzt in der Regel Histamin frei, einen Botenstoff. Dieser wiederum ist sowohl für die Bildung von Quaddeln verantwortlich, aber auch für den Juckreiz, den wir alle kennen. Bei jedem Menschen ist es ganz unterschiedlich, ob es zu einer Entzündung kommt, der Juckreiz tagelang anhält oder es möglicherweise erst zu einer Spätreaktion kommt.

Hausmittel gegen den Juckreiz

Mückenstiche jucken oft stark und man kann sich das kratzen kaum verkneifen. Zwar gibt es im Handel spezielle salben, die den Juckreiz bekämpfen, doch die sind nicht immer zur Hand, so dass es lohnt, einmal einen Blick auf die verschiedenen Hausmittel gegen Mückenstiche zu werfen.

  • Zwiebel: Frischer Zwiebelsaft ist ein uraltes Mittel gegen den Juckreiz von Mückenstichen. Nehmen Sie einfach eine Zwiebel, halbieren Sie sie und drücken Sie die frische Schnittstelle auf den Mückenstich. Durch den Zwiebelsaft wird der Juckreiz gemindert.
  • Kälte: Auch durch Kühlen lässt sich der Juckreiz, den Mückenstiche hervorrufen, lindern. Ein Eiswürfel oder eine kalte Kompresse mit einem CoolPack helfen, den Juckreiz in erträglichen Maßen zu halten. Ist nichts anderes zur Hand, können Sie auch eine Tüte Tiefkühlgemüse nehmen. Wichtig ist, dass der kalte Gegenstand nicht direkt auf die haut gehalten wird, um Gewebeschäden durch die Kälte zu vermeiden. Wickeln Sie den Eiswürfel oder einen anderen kalten Gegenstand stattdessen in ein Tuch ein, bevor Sie den Stich kühlen.
  • Essig: Umschläge mit Essigwasser helfen ebenfalls gegen den Juckreiz, den die Mückenstiche Vermischen Sie Essig mit Wasser, tränken sie ein Tuch mit dem Gemisch und halten Sie es auf den Stich.

Hilfe aus der Apotheke

Neben den Hausmitteln gegen Mückenstiche, die großartige Arbeit leisten, wenn nichts anderes verfügbar ist, gibt es natürlich auch ein Reihe von Salben in der Apotheke, die den Juckreiz sehr wirkungsvoll lindern. Da Mückenstiche aufgrund der Entzündungsgefahr nicht aufgekratzt werden sollten, ist eine solche Salbe durchaus empfehlenswert. Sie macht es wesentlich leichter, die Mückenstiche in Ruhe zu lassen und hilft vor allem Kindern, denen es noch an der notwendigen Vernunft und Selbstdisziplin mangelt, um den juckenden Mückenstich in Ruhe zu lassen. Aber auch Erwachsene kann das Jucken in den Wahnsinn treiben und oft wird beispielsweise auch unbewusst nachts im Schlaf gekratzt.

Sehr hilfreich sind die rezeptfrei in der Apotheke erhältlichen Gels, die sowohl kühlen als auch  als Antihistaminikum die Schwellung und den Juckreiz im Zaum halten. Sie sind in den meisten Fällen völlig ausreichend und sollten im Sommer weder im Urlaubsgepäck noch in der Strandtasche oder der Hausapotheke fehlen. Mückenstiche und der damit verbundene Juckreiz stellen mit diesen Gels kein Problem mehr dar und verderben weder einen schönen Nachmittag im Freien noch stören sie den wohlverdienten Nachtschlaf.

Reagieren Sie jedoch allergisch auf die Stiche der lästigen Blutsauger, werden die Antihistaminika-Gels nicht ausreichen und Sie sollten zu einer leichten Cortisonsalbe greifen. Da der Einsatz von Cortison jedoch auch immer gewisse Risiken mit sich bringt, auch wenn der Wirkstoff niedrig dosiert ist und die Salbe rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist, sollten Sie in diesem Fall Ihren Hausarzt ansprechen und ihn bitten, Ihnen ein passendes Cortisonpräparat zu empfehlen.

Ob Hausmittel oder Salbe aus der Apotheke, so oder so stehen Sie den Mückenstichen nicht ungeschützt gegenüber. Eine sehr gute Prophylaxe ist es übrigens auch, leichte Sommerkleidung mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen zu tragen. So können Sie Mückenstiche vermeiden und gleichzeitig auf gesundheitlich nicht immer unbedenkliche Mückenschutzmittel verzichten und zusätzlich minimieren Sie durch die Kleidung die Gefahr eines Sonnenbrands.

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