Mücken Krankheiten

Als ob Mücken nicht an sich schon mühsam genug wären, in dem sie um unsere Köpfe herumsurren und juckende Stiche verursachen, können sie auch noch Krankheiten übertragen. Und leider sprechen wir hier nicht von irgendwelchen Krankheiten, sondern von richtig schlimmen Krankheiten, die Sie teilweise Ihr Leben lang begleiten werden. Planen Sie daher eine Reise, gilt im Voraus immer: Informieren, informieren, informieren! Wir geben Ihnen hier einen kurzen Überblick über die häufigsten Mücken Krankheiten und wo sie auftreten.

Eine kleine Übersicht

Zu den wichtigsten von Mücken übertragenen Krankheiten gehören:

Parasiten Würmer Viren
Malaria Lymphatische Filariose Gelbfieber
  Denguefieber
  Chikungunyafieber

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Krankheiten kurz im Detail vor und geben Ihnen wertvolle Tipps:

Malaria

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Malaria ist eine Tropenkrankheit, die von Parasiten der Gattung Plasmodium hervorgerufen werden. Übertragen werden die Parasiten durch Mückenstiche. Übertragt eine Mücke Malaria, treten folgende Symptome auf:

  • Hohes, wiederkehrendes, periodisches Fieber
  • Schüttelfrost
  • Beschwerden des Magen-Darm-Trakts
  • Krämpfe

Ein hohes Malariarisiko gibt es in folgenden Gebieten:

  • Mittelamerika
  • Norden Südamerikas (Amazonas-Gebiet)
  • Südasien
  • Jemen
  • Südküste Iran

Ein hohes Risiko verbunden mit der Empfehlung, die Chemoprophylaxe einzunehmen, gibt es in folgenden Gebieten:

  • In bestimmten Amazonas-Gebieten
  • Zentral-Afrika
  • Madagascar
  • Papua Neu Guinea
  • Östlicher Teil Indonesiens

Wann Sie sich Sorgen machen sollten: Sie halten sich in einem Malaria-Gebiet auf oder haben sich dort aufgehalten und wurden von Mücken gestochen. Innerhalb eines Zeitraums von 8 Tagen bis zu mehreren Monaten danach tritt Fieber auf – ab zum Arzt! Die ersten Anzeichen von Malaria sind „leider nur“ Fieber und allgemeines Unwohlsein – ähnlich einer Grippe. Daher sollten Sie Malaria im Hinterkopf behalten und sich untersuchen lassen. Malaria wird mit Medikamenten behandelt. Bei rechtzeitiger Diagnose ist Malaria heilbar.

Wie schütze ich mich?

Es gibt mehrere Arten, sich vor Malaria zu schützen:

 

  • Grundsätzlich kann man mit „klassischem“ Mückenschutz Malaria verhindern, also: Anti-Mücken-Spray oder Lotion, Mückenschutz Kleidung, Moskito-Netze, etc. So hält man sich die Biester von vorn herein fern.
  • In Gebieten mit hohem Malariarisiko reicht es nicht, mit Mückenschutz Malaria zu verhindern. Eine Chemoprophylaxe ist ein Medikament, dass den Ausbruch der Malaria verhindert, sollte eine Mücke Malaria auf Sie übertragen. Diese Prophylaxe wird vorbeugend eingenommen und ist dann sinnvoll, wenn das Malariarisiko im Gebiet hoch und die medizinische Versorgung vor Ort schlecht ist. Prophylaxen sollten aber bedächtig und nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden, da sie starke Nebenwirkungen haben können und Resistenzen entwickeln können. Außerdem sind sie nicht unbedingt billig.

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Lymphatische Filariose

Lymphatische Filariose ist eine Infektion mit parasitischen Fadenwürmern. Die Larven der Würmer werden durch Insekten von Mensch zu Mensch übertragen. Diese Erkrankung ist eine reine Tropenkrankheit und tritt insbesondere in

  • Afrika
  • Indien
  • Südostasien
  • Südamerika
  • Karibik

auf. Die Krankheit führt unbehandelt zu stark ausgeprägten Schwellungen (Elephantiasis).

Wann Sie sich Sorgen machen sollten: Sie waren in einem Risikogebiet. Zwischen fünf Monaten und einigen Jahren danach treten folgende Symptome auf: Rötung und Schwellung der Haut an Armen oder Beinen, Fieberschübe. Durch medikamentöse Behandlung werden die Erreger abgetötet.

Wie schütze ich mich?

Die Infektion setzt eine hohe Anzahl von Mückenstichen mit dem Erreger über einen längeren Zeitraum voraus. Sind Sie also nur auf Urlaub in einem Risikogebiet, gibt es kaum ein Risiko. Es gibt keine Schutzimpfung, daher sollten Sie sich vor Insektenstichen schützen. 

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine Infektion mit dem Flavi-Virus. Die Infektionsquelle sind Affen, Beuteltiere oder Nager, übertragen wird der Virus durch Stechmücken. Betroffene Gebiete sindgelbfieber-mueckenmittel

  • Zentralafrika
  • Mittelamerika
  • Südamerika

Die Symptome sind

  • Hohes Fieber
  • Kopf- und Muselschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen

Wann Sie sich Sorgen machen sollten: Wenn Sie in einem Risikogebiet waren, von einer Mücke gestochen wurden und nach 3-6 Tagen die oben genannten Symptome auftreten, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Als Viruserkrankung kann Gelbfieber nicht therapiert werden.

Wie schütze ich mich?

Gegen Gelbfieber gibt es eine Schutzimpfung, die etwa zwei Wochen vor Reiseantritt verabreicht werden sollte.

Denguefieber

Denguefieber wird durch ein Flavi-Virus verursacht und durch tagaktive Stechmücken übertragen. Risikogebiete sind

  • Mittelamerika
  • Amazonas-Gebiet und Zentral-Südamerika
  • Zentral- und Südafrika
  • Indien, Pakistan
  • Südasien
  • Queensland Australien

Die Symptome sind

  • Hohes Fieber
  • Kopf- und Muskelschmerzen, Augenschmerzen
  • Masernähnlicher Hautausschlag nach 2 Tagen

Wann Sie sich Sorgen machen sollten: Wenn Sie in einem Risikogebiet waren und die genannten Beschwerden 2-7 Tage nach einem Mückenstich auftreten. Eine Behandlung ist nicht möglich.

Wie schütze ich mich?

Da es keine Schutzimpfung gibt, sollte man ein gutes Mückenschutzmittel verwenden.

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Chikungunyafieber

Diese unaussprechliche Viruserkrankung wird durch Stechmücken übertragen. Risikogebiete sind

  • Afrika südlich der Sahara
  • Indien
  • Südost-Asien
  • Indonesien

Folgende Symptome treten au

  • Plötzlicher, schneller Fieberanstieg
  • Kopfschmerzen
  • Extreme Gelenkschmerzen

Wann Sie sich Sorgen machen sollten: Wenn Sie in einem der betroffenen Gebiete waren und innerhalb von 3-12 Tagen nach einem Mückenstich die genannten Beschwerden auftreten. Es gibt keine spezifische Behandlung, nur die Symptome können gelindert werden.

Wie schütze ich mich?

Es gibt keine Schutzimpfung, daher ist Mückenschutz ein Muss.

Häufige Fragen

Testen Sie sich ganz einfach auf Borreliose.

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  • Übertragen Mücken Borreliose? Borreliose wird von den meisten Menschen mit Zecken in Verbindung gebracht. Tatsächlich gibt es aber auch andere Übertragungswege der Borrelia-burgdorferi-Bakteriums. Äußerst selten, aber doch, können auch Fliegen, Mücken, Bremsen, Wespen und Flöhe das Bakterium übertragen. Auch bei einem geringen Prozentsatz von Stechmücken wurde festgestellt, dass diese Mücken Borreliose Bakterien enthalten. Allerdings wurde eine Übertragung noch nicht bestätigt, sondern wird von der Wissenschaft nur „für möglich gehalten“.
  • Übertragen Mücken Aids? Viele Menschen sind nach wie vor unsicher, ob Mücken HIV übertragen können. Sie stellen sich Mücken als kleine fliegende Spritzen vor, die, wenn sie einen Aids-Patienten stechen, die Viren auf den nächsten Menschen übertragen können. Das ist falsch! Erstens fließt das Blut der Mücken nur in eine Richtung (nämlich in ihren Magen), zweitens kann der HI-Virus im Körper der Mücke gar nicht überleben.

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